Aktuelles: Baurecht

Rundbrief Baurecht

VOB – gut oder schlecht?

Sehr geehrte Damen und Herren,

so oft fragen mich Handwerker und Unternehmer: »Ist es für mich besser, bei Verträgen mit Verbrauchern die VOB zu verwenden oder sollte ich lieber einen BGB-Vertrag verwenden?«

Mittlerweile ist die Antwort eigentlich eindeutig. Folgende Passagen der VOB/B wurden durch den Bundesgerichtshof oder durch Oberlandesgerichte in Verbindung mit Verbraucherverträgen für rechtswidrig erklärt:

– § 1 Nr. 3 VOB/B
– § 1 Nr. 4 VOB/B
– § 2 Nr. 6 Abs. 1 Satz 2
– § 2 Nr. 10 VOB/B
– § 4 Nr. 7 VOB/B
– § 8 Abs. 2 VOB/B
– § 12 Nr. 5 VOB/B
– § 13 Nr. 4 Abs. 1 und 2 VOB/B
– § 13 Nr. 7 Abs. 1 – 3 VOB/B
– § 15 Nr. 3 Satz 5 VOB/B
– § 16 Nr. 3 VOB/B
– § 17 Nr. 8 Abs. 2 VOB/B.

Ziemlich viele. Daraus ergeben sich zwei Konsequenzen:

Wenn der Handwerker oder Unternehmer mit dem Verbraucher die VOB als Vertragsbestandteil vereinbart, lässt er sich auf ein juristisches Risiko ein, dessen Konsequenzen er realistischerweise nicht mehr überblicken kann. Umgekehrt kann der Verbraucher relativ sorgenfrei die VOB als Vertragsbestandteil akzeptieren, da die für ihn kritischsten Passagen sowieso unzulässig sind.

Fazit: Bei Vertragsverhältnissen zwischen Profis ist meines Erachtens die VOB sinnvoll, solange nicht ein Architekt die Spielräume missbraucht, was zwar selten der Fall ist, aber auch nicht ignoriert werden sollte.

Zwischen Handwerkern und Verbrauchern schadet die VOB mehr als sie nutzt.

Verschenken Sie nie Ihre Rechte.

Vielen Dank für Ihr Interesse

Löst diese kleine Publikation Ihr Problem zu 100%? Mit welcher Strategie werden Sie den größten Erfolg haben? Brauchen Sie weiteren Rat? Schicken Sie uns nachfolgendes Formular und wir melden uns bei Ihnen, um Ihnen bestmöglichst zu helfen.






Der Formularversand erfordert Javascript. Bitte aktivieren Sie Javascript in Ihrem Browser.

Bitte füllen Sie alle mit * markierten Felder aus, damit wir Ihre Anfrage bearbeiten können.

Nachname, Vorname *:

Straße, Hausnummer *:

PLZ, Ort *:

Telefonnummer *:

Ich bitte um eine Erstberatung unter oben genannter Telefonnummer und Ihren Anruf.

Zustimmung Datenverarbeitung *:
Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen. Ich stimme zu, dass meine Angaben und Daten zur Beantwortung meiner Anfrage elektronisch erhoben und gespeichert werden.
Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an kontakt@kanzlei-jacobi.de widerrufen.

Datenschutz & Haftung: Bitte beachten Sie, dass die Kontaktaufnahme per E-Mail oder per Formular keinen Schutz persönlicher oder vertraulicher Daten gewährleistet. Wir können keine Haftung für einen etwaigen Datenverlust übernehmen.

Seite teilen